Wer ist in meinem WLAN? So erkennen Sie fremde Geräte

Von Paul Snyman · · 8 Min. Lesezeit

Ihr Internet ist schon die ganze Woche zäh. Videos laden nach, wo sie früher einfach liefen. Seiten brauchen ewig. Sie haben den Router zweimal neu gestartet, und nichts hat sich geändert. Bevor Sie Ihren Anbieter anrufen, stellen Sie sich eine Frage: Wer ist in meinem WLAN? Vielleicht surft jemand mit, ohne dass Sie es wissen.

Dass Fremde im WLAN mitsurfen, kommt häufiger vor, als die meisten denken. Das kann ein Nachbar sein, der Ihr Passwort erraten hat, ein früherer Gast, der es nie vergessen hat, oder, im unangenehmeren Fall, jemand, der eine schwache Absicherung Ihres Routers überwunden hat. So finden Sie es sicher heraus, und so gehen Sie damit um.

Die kurze Antwort. Starten Sie den LAN-Scan von PingKit auf Ihrem iPhone, während es mit Ihrem WLAN verbunden ist, und gleichen Sie die Liste mit den Geräten ab, die Ihnen gehören. Die Liste der verbundenen Geräte in Ihrem Router ist die zweite Meinung, denn jedes Gerät muss dort nach einer Adresse fragen. Ist etwas dabei, das Sie nicht zuordnen können, ändern Sie das WLAN-Passwort, damit ist es draußen. Eine Meldung, wenn ein neues Gerät dazukommt, während Sie nicht hinsehen, braucht einen Mac, der wach bleibt, denn iOS lässt keine App im Hintergrund scannen.

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Anzeichen, dass jemand in Ihrem Netzwerk ist

Keines dieser Anzeichen ist für sich allein ein Beweis. Treffen aber mehrere gleichzeitig zu, lohnt es sich, genauer hinzusehen:

So scannen Sie Ihr Netzwerk nach unbekannten Geräten

Sicher wissen Sie es nur, wenn Sie jedes Gerät sehen, das mit Ihrem Netzwerk verbunden ist. Der Tab Geräte von PingKit macht das einfach. Öffnen Sie PingKit und tippen Sie unten auf dem Bildschirm auf den Tab Geräte. Er scannt Ihr lokales Netzwerk und listet die verbundenen Geräte auf, die er findet, mit:

Der Tab Geräte in PingKit fürs iPhone mit 42 im Netz gefundenen Geräten, jedes benannt und einer Kategorie wie Router, Streaming-Box, Smart Speaker oder Überwachungskamera zugeordnet.
Die Geräte, die PingKit im Netzwerk gefunden hat, benannt, wo es möglich ist. Um alles, was Sie nicht zuordnen können, geht es im nächsten Abschnitt.

Besonders nützlich ist der Hersteller. Sehen Sie „Samsung“ und besitzen Sie einen Samsung-Fernseher, ist das geklärt. Sehen Sie „Xiaomi“ und niemand in Ihrem Haushalt hat ein Xiaomi-Gerät, ist das ein Warnsignal.

So gehen Sie vor: Für die genaueste Zählung starten Sie den Scan zu einer Zeit, in der alle Ihre eigenen Geräte verbunden sind (Telefone, Tablets, Laptops, Smart-TVs, Spielkonsolen, smarte Lautsprecher, Überwachungskameras). So können Sie leichter alles zuordnen und den Ausreißer erkennen.

Unbekannte Geräte zuordnen

Schwierig ist nicht, Geräte zu finden, sondern herauszufinden, was sie sind. In modernen Haushalten gibt es erstaunlich viele vernetzte Geräte. Bevor Sie wegen eines unbekannten Geräts in Panik geraten, gehen Sie diese Liste durch:

Zählen Sie alles zusammen, was Sie zuordnen können. Stimmt die Zahl der Geräte im Scan mit Ihrer Zählung überein, ist alles in Ordnung. Gibt es zusätzliche, die Sie wirklich nicht zuordnen können, handeln Sie.

Sie können ein Gerät immer noch nicht zuordnen?

Versuchen Sie Folgendes: Notieren Sie die IP-Adresse des Geräts aus PingKit und melden Sie sich dann an der Verwaltungsoberfläche Ihres Routers an (meist unter 192.168.0.1 oder 192.168.1.1). Die meisten Router listen verbundene Geräte mit ihren MAC-Adressen auf und zeigen manchmal weitere Details. Sie können auch die ersten sechs Zeichen dieser MAC-Adresse im Internet suchen, um den Hersteller zu ermitteln, wenn die Erkennung von PingKit zu nichts passt, das Sie kennen.

Was tun, wenn Sie ein Gerät finden, das Sie nicht kennen

Haben Sie bestätigt, dass ein Gerät in Ihrem Netzwerk ist, das dort nicht hingehört, trennen Sie es nicht einfach: Das hilft nur vorübergehend. Mit diesen Schritten sperren Sie es dauerhaft aus:

1. Ändern Sie sofort Ihr WLAN-Passwort

Das ist der wichtigste Schritt. Ändern Sie Ihr WLAN-Passwort in ein starkes: mindestens 16 Zeichen mit Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen. Jedes Gerät muss sich mit dem neuen Passwort neu verbinden, und das fremde Gerät kommt so nicht mehr ins Netz.

2. Prüfen Sie die Verschlüsselung

Melden Sie sich an Ihrem Router an und prüfen Sie, welche Verschlüsselung er verwendet. Richtig ist WPA3, sofern Ihr Router es unterstützt, mindestens aber WPA2. Steht dort WEP oder ist das Netz offen, liegt hier das Problem: Der Schutz von WEP lässt sich mit frei verfügbaren Werkzeugen in Minuten überwinden, und ein offenes Netz hat gar kein Passwort.

Prüfen Sie mit dem Sicherheitsscan von PingKit, wie Ihr Netzwerk eingestellt ist. Er bewertet Ihr Netzwerk und markiert schwache Einstellungen, darunter Router-Ports, die nicht offen sein sollten.

3. Schalten Sie WPS aus

WiFi Protected Setup (WPS) ist eine Komfortfunktion, mit der sich Geräte per Tastendruck am Router oder über eine kurze PIN verbinden. Leider lässt sich die PIN bekanntermaßen leicht durch bloßes Durchprobieren erraten. Wenn Sie WPS nicht aktiv nutzen, schalten Sie es in den Router-Einstellungen aus.

4. Aktualisieren Sie die Firmware Ihres Routers

Router-Hersteller veröffentlichen regelmäßig Firmware-Updates, die Sicherheitsfehler beheben. Melden Sie sich an der Verwaltungsoberfläche Ihres Routers an und suchen Sie nach Updates. Ist Ihr Router älter als 5 Jahre und bekommt keine Updates mehr, sollten Sie ernsthaft über einen Ersatz nachdenken: Router ohne Updates sind ein erhebliches Sicherheitsrisiko.

5. Richten Sie ein Gast-WLAN ein

Haben Sie regelmäßig Besuch, der ins WLAN muss, richten Sie ein eigenes Gast-WLAN mit eigenem Passwort ein. So bleibt Ihr Hauptnetz privat, und Sie können das Gastpasswort so oft ändern, wie Sie wollen, ohne Ihre eigenen Geräte zu stören.

Für Fortgeschrittene: Manche Router bieten einen MAC-Filter, der nur bestimmte Geräte verbinden lässt. Narrensicher ist das nicht (MAC-Adressen lassen sich fälschen), aber es ist eine weitere Hürde, die ein Gelegenheits-Mitsurfer gar nicht erst zu umgehen versucht.

Fremde künftig aus dem WLAN halten

Ist Ihr Netzwerk abgesichert, helfen diese Gewohnheiten, dass es so bleibt:

Laufende Überwachung mit PingKit Agent

Ein Scan von Hand wirkt, aber was ist mit den anderen 23 Stunden des Tages? PingKit hat einen kostenlosen Agent für die macOS-Menüleiste, der Ihr Netzwerk überwacht, solange Ihr Mac wach ist. Er bemerkt ein neues Gerät, sobald es sich im Netzwerk meldet, oder beim nächsten Scan, am Netzteil standardmäßig alle 5 Minuten. Nach einem ersten Tag, an dem er lernt, welche Geräte schon Ihnen gehören, meldet er es Ihnen. Auf einem Mac, der nicht schläft (automatischer Ruhezustand in den Systemeinstellungen ausgeschaltet), erfahren Sie es also, wenn sich um 3 Uhr nachts jemand verbindet, während Sie schlafen.

Der Bereich Warnungen in PingKit Agent für den Mac mit den Netzwerkereignissen, die der Agent gemeldet hat, während er lief.
Der Mac Agent meldet es, sobald er das Gerät sieht. Ein unbekanntes Gerät zu finden zählt am meisten, wenn gerade niemand danach sucht.

Der Agent bietet außerdem eine laufende Sicherheitsbewertung, verfolgt den Zustand Ihres Netzwerks und markiert Änderungen, die auf ein Problem hindeuten könnten. Das gibt mehr Ruhe als gelegentliche Prüfungen von Hand.

Fremde im WLAN sind nicht nur lästig: Sie bremsen Ihre Verbindung, verbrauchen Ihr Datenvolumen und öffnen Ihr Netzwerk womöglich für jemanden mit schlechten Absichten. Die gute Nachricht: Mit dem richtigen Werkzeug erkennen Sie sie in etwa 30 Sekunden, und Ihr Netzwerk dagegen abzusichern dauert etwa 10 Minuten.

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